Jaakkima Rösler ist Nummer zwei im Hessenland

 

Jaakkima Rösler (U 18) von der SG Schlüchtern hat überraschend die hessische Vizemeistermeisterschaft im 400-Meter-Lauf gewonnen. Sein Zwillingsbruder Aleksi wurde Fünfter über 800 Meter. Sven Bergfeld (TV Salmünster) holte Bronze im Speerwurf der U18.
 
 
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Bei den hessischen Meisterschaften der Jugend U 18 (Jahrgänge 1995/96) auf in Friedberg war es für Jaakkima Rösler über 400 Meter erst sein zweiter Lauf überhaupt. Nachdem er Ende Mai auf der gleichen Bahn bereits sehr gute 53,80 Sekunden lief, erwischte Jaakkima den schnellsten von fünf Vorläufen und wurde in sensationellen 51,63 Sekunden Zweiter, was letztlich auch insgesamt Platz zwei bedeutete. Damit sicherte er sich als hessischer Vizemeister die Silbermedaille und das, obwohl er noch dem jüngeren Jahrgang angehört. Damit steigen seine Chancen, in den hessischen Kader aufgenommen zu werden.
 
Der zweite Wettkampftag am Sonntag wurde von Anfang an von teils starkem Regen und kühlen Temperaturen begleitet. Aleksi Rösler (SG Schlüchtern) und Oliver Egner (TV Salmünster) vertraten über 800 Meter das obere Kinzigtal. Die 17 Teilnehmer wurden in zwei Zeitläufen nach ihrer Vorleistung in einen langsameren und einen schnelleren Lauf aufgeteilt. Rösler wie Egner hatten das Pech, dem langsameren Lauf anzugehören. Vom Start weg übernahm Rösler die Führung und gab diese bis ins Ziel, wo die Uhr bei 2:06,22 Minuten stehen blieb, was eine Verbesserung von 2,71 Sekunden bedeutete, nicht mehr ab.
 
Im zweiten Lauf waren aber allerdings vier Athleten schneller als Aleksi. „Da Aleksi zum jüngeren Jahrgang gehört, ist der fünfte Platz umso höher zu bewerten“, meinte SG-Trainer Ewald Heckmann. Oliver Egner (TV Salmünster) verbesserte sich um vier Sekunden und wurde Elfter (2:08,27).
Jaakkima Rösler startete noch einmal über 200 Meter und wurde im vierten der fünf Vorläufe in neuer persönlicher Bestzeit von 24,02 Sekunden (vorher 24,62 Sek.) Zweiter. Damit verfehlte das Finale der besten Acht nur um 0,07 Sekunden.
 
Den Sprung auf das Podest schaffte auch der Speerwerfer Sven Bergfeld vom TV Salmünster, der als aktueller Dritter der hessischen Rangliste die Erwartungen erfüllte. Der Bad Orber Schüler gewann mit 48,13 Metern (letzter Wurf) die Bronzemedaille. Dabei startete Bergfeld nicht verheißungsvoll in den Wettkampf: Nach einem Fehlwurf und 41,59 Metern schaffte er auf dem letzten Drücker im dritten Versuch mit 44,16 Metern gerade so als Achtbester den Endkampf. Dort schleuderte er den Speer mit zwei Würfen über 48,00 und 48,13 Meter noch auf den sicheren dritten Platz und verpasste nur knapp seine persönliche Bestleistung. „Das ist toll und der bisher größte Erfolg von Sven. Es waren sehr schlechte Bedingungen. Jetzt hofft Sven, endlich die 50-Meter-Marke zu knacken“, bilanzierte Trainerin Sandra Seipel. Teamkamerad Oliver Egner (34,26 m) wurde Zwölfter.
 
Auch Schlüchterns Trainer Heckmann zog ein positives Resümee und zeigte sich am meisten von dem vierten Platz von Vesmanis im 200- Meter-Finale der Männer (die KN berichteten) überrascht: „Sven hat im Vorlauf mit 22,89 Sekunden seine Bestzeit vor einer Woche nur um 0,04 Sekunden verpasst und erreichte mit der sechstbesten Zeit das Finale. Bis 180 Meter vor dem Ziel lag er noch vor Florian Daum vom ASC Darmstadt auf Rang drei, konnte ihn aber nicht mehr halten und wurde mit nur 0,08 Sekunden Rückstand mit dem vierten Platz in 22,99 Sekunden belohnt. Die Leistungen vom Sonntag sind angesichts des schlechten Wetters umso höher zu bewerten.“ 
 
Entnommen aus Kinzigtal Nachrichten